Google Ads Änderungen 2026: Was zählt und was du tun musst
Auf einen Blick
- 2026 ändert Google mehrere Grundeinstellungen auf einmal: Smart Bidding (17. August), Spracheinstellung (Ende September) und die DSA-Migration zu AI Max (Februar 2027).
- Die meisten dieser Änderungen treffen dich nur unter bestimmten Bedingungen. Pauschale Panik ist unnötig, gezielte Prüfung dagegen Pflicht.
- Die Spracheinstellung für Suchkampagnen fällt weg. Für rein deutschsprachige Konten ändert sich praktisch nichts, weil Google künftig automatisch über die Anzeigensprache zuordnet.
- Der rote Faden hinter allen Änderungen: Google baut Einstellungen ab, die du selbst steuerst, und ersetzt sie durch automatisches Matching. Deine Kontrolle verlagert sich auf Anzeigen, Landingpages und saubere Ziele.
2026 ist ein Jahr, in dem Google mehrere Grundeinstellungen gleichzeitig umbaut. Innerhalb weniger Wochen ändern sich die Regeln bei Smart Bidding, bei der Spracheinstellung und bei dynamischen Suchanzeigen. Jede dieser Änderungen klingt in der Ankündigung dramatisch. In der Praxis trifft dich der Großteil nur, wenn ein bestimmtes Muster auf dein Konto zutrifft.
Dieser Überblick sortiert die wichtigen Änderungen nach Datum, sagt dir bei jeder ehrlich, wen sie wirklich betrifft, und verlinkt die Detailartikel, wo eine Änderung eine eigene Tiefe verdient.
Welche Google-Ads-Änderungen 2026 solltest du kennen?
| Änderung | Ab wann | Wen es trifft | Aktion |
|---|---|---|---|
| Smart Bidding liefert exakt aufs Ziel | 17. August 2026 | budget-limitierte Ziel-CPA/Ziel-ROAS-Kampagnen | Ziel gegen Realität prüfen |
| Spracheinstellung fällt weg | Ende September 2026 | Suchkampagnen, teilweise PMax | meist nichts, Ausnahmen prüfen |
| Merchant Content API endet | 18. August 2026 | Shops mit Feed-Automatisierung | Feed-Pipeline migrieren |
| Local Inventory Ads als Default | 31. August 2026 | reine Online-Shops | Online-Filter setzen |
| DSA wandern zu AI Max | Februar 2027 | Konten mit dynamischen Suchanzeigen | rechtzeitig kontrolliert migrieren |
Smart Bidding: Dein Ziel wird zum Höchstpreis (ab 17. August)
Seit dem 17. August 2026 liefern budget-limitierte Kampagnen mit Ziel-CPA oder Ziel-ROAS exakt auf ihr eingestelltes Ziel, statt es wie bisher zu übertreffen. Ein Ziel-CPA von 10 Euro liefert bei knappem Budget real oft nur 8 Euro, ein Ziel-ROAS von 400 Prozent real eher 600 Prozent. Genau diesen Effizienz-Puffer schließt Google. Wenn eine Kampagne an ihr Budget stößt und ihr Ziel bislang locker geschlagen hat, nähern sich die Werte künftig dem Ziel an. Ein locker gesetztes Ziel verschenkt ab diesem Datum Geld.
Betroffen bist du nur, wenn drei Dinge gleichzeitig zutreffen: ein numerisches Ziel, der Status “Durch das Budget eingeschränkt” und eine tatsächliche Leistung, die das Ziel übertrifft. Wie du das in zehn Minuten prüfst und was du dann tust, steht ausführlich im eigenen Artikel zum Smart-Bidding-Update im August.
Bei der Prüfung aller von mir betreuten Konten war keine einzige Ziel-Kampagne budget-limitiert. Das Risiko-Muster ist also keineswegs universell. Prüfen solltest du es trotzdem, denn es kostet dich nur wenige Minuten.
Die Spracheinstellung verschwindet (ab Ende September)
Das ist die Änderung, über die es die wenigsten klaren Informationen gibt. Google entfernt ab Ende September 2026 die Spracheinstellung auf Kampagnenebene. Angekündigt wurde das per offizieller Google-Ads-Mitteilung im August 2026.
Wenn du im Konto oder per Mail einen Hinweis wie diesen bekommen hast, geht es genau um diese Änderung:
Google Ads language targeting changes starting in late September 2026.
So funktioniert es künftig:
| Kampagnentyp | Was passiert mit der Sprache |
|---|---|
| Suchkampagnen | Die Spracheinstellung fällt weg. Google ordnet automatisch über die Sprache deiner Anzeigen zu. |
| Performance Max auf Google Search | Gleiche Logik wie Suchkampagnen, die Einstellung greift dort nicht mehr. |
| Performance Max auf YouTube, Display, Discover, Gmail | Die Spracheinstellung bleibt und steuert weiterhin, wer deine Anzeigen sieht. |
Vier Kanäle behalten die Spracheinstellung, nur die Suche verliert sie. Für die Steuerung heißt das: Das wichtigste Signal ist ab sofort die Sprache deiner Anzeigen und deiner Landingpages.
Betrifft dich der Wegfall der Spracheinstellung?
Für die meisten Konten im DACH-Raum ist das ein Nicht-Ereignis. Deutsche Anzeigen erreichen deutschsprachige Nutzer, und genau diese Zuordnung übernimmt Google jetzt automatisch.
| Nicht betroffen | Betroffen, bitte prüfen |
|---|---|
| Rein deutschsprachiges Konto, deutsche Anzeigen, deutsche Landingpage | Mehrsprachige Konten mit bewusst getrennten Sprach-Kampagnen |
| Eine Sprache, ein Markt | Anzeigensprache und eingestellte Zielsprache stimmen nicht überein |
| Lokale Praxis oder lokaler Shop mit deutscher Zielgruppe | Englische Anzeigen, die bewusst den deutschen Markt bedienen |
Was solltest du zur Spracheinstellung tun?
- Halte deine Anzeigen und Landingpages klar in der Zielsprache. Das ist ab Ende September das entscheidende Signal für die Zuordnung.
- Setze bei neuen Suchkampagnen keine Sprach-Kriterien mehr, sie greifen dort nicht mehr.
- Wenn du die Google Ads API nutzt: Änderungen an
CampaignCriterion.languagefür Suchkampagnen werden künftig mit einem Fehler abgelehnt. Bestehende Kriterien werden weiter ausgegeben, aber nicht mehr für das Targeting verwendet.
Wie du deine Anzeigen und Keywords sauber auf die richtige Zielgruppe ausrichtest, hängt eng mit den Keyword-Optionen und Match Types zusammen. Denn wenn die Sprache nicht mehr über eine Einstellung, sondern über deine Inhalte gesteuert wird, wird die Qualität deiner Anzeigentexte noch wichtiger.
Dynamische Suchanzeigen wandern zu AI Max (ab Februar 2027)
Google schafft die klassischen dynamischen Suchanzeigen ab und überführt sie in AI Max. Die automatische Zwangsmigration der verbliebenen DSA-Kampagnen wurde von September 2026 auf Februar 2027 verschoben. Das gibt dir Zeit, kontrolliert selbst umzustellen, statt die Migration Google zu überlassen. Warum ein früher, bewusster Wechsel besser ist als die automatische Variante, steht im Artikel zur DSA-Migration zu AI Max.
Was ändert sich bei Shopping und Merchant Center?
Zwei Änderungen im August betreffen Shops direkt. Die Content API für Merchant Center endet am 18. August 2026 und wird durch die Merchant API ersetzt. Wenn deine Feed- oder Shopping-Automatisierung darüber läuft, muss sie migriert werden. Die Details und die Stolpersteine stehen im Artikel zur Merchant-API-Migration.
Zusätzlich macht Google ab dem 31. August 2026 Local Inventory Ads zum Standard. Ein reiner Online-Shop sollte hier bewusst einen Online-Filter setzen, damit keine ungewollten lokalen Ausspielungen entstehen. Der Artikel zu Local Inventory Ads als Default zeigt, wie du das absicherst.
Was sieht aus wie eine Änderung, ist aber keine?
Nicht jede Ankündigung bedeutet Handlungsbedarf. Die für September angekündigte Zusammenlegung der Shopping-Richtlinien im Merchant Center ist reine Dokumentation. Google legt bestehende Regeln in einem gemeinsamen Regelwerk zusammen, ohne inhaltliche Verschärfung. Wenn dir jemand erzählt, du müsstest deswegen deine Produktdaten ändern, stimmt das nicht.
Deine nächsten Schritte
Der rote Faden hinter allen Änderungen 2026 ist derselbe: Google baut Einstellungen ab, die du bisher selbst gesteuert hast, und ersetzt sie durch automatisches Matching. Deine Kontrolle verlagert sich von Schaltern in der Oberfläche auf drei Dinge, die dir gehören: deine Ziele, deine Anzeigen und deine Landingpages.
Konkret für die nächsten Wochen:
- Ziel-Kampagnen auf Budget-Limit und Zielabweichung prüfen (Smart-Bidding-Update).
- Anzeigen und Landingpages sauber in der Zielsprache halten (Spracheinstellung).
- Bei Shops die Feed-Pipeline und die Local-Inventory-Einstellung kontrollieren.
- Den DSA-Bestand rechtzeitig kontrolliert auf AI Max umstellen.
Ob deine Ziele überhaupt aus den richtigen Zahlen gerechnet sind und dein Konto sauber aufgestellt ist, ist die eigentliche Frage hinter all diesen Updates. Genau das prüfe ich in einem Google Ads Audit.
FAQ
Muss ich wegen der Spracheinstellung sofort etwas ändern?
In den meisten Fällen nein. Für ein rein deutschsprachiges Konto mit deutschen Anzeigen ändert sich praktisch nichts, weil Google die Zuordnung über die Anzeigensprache automatisch übernimmt. Prüfen solltest du nur, wenn du mehrsprachig fährst oder deine Anzeigensprache bewusst von deiner Zielsprache abweicht.
Wie ändere ich die Sprache in Google Ads?
Hier lohnt es sich, zwei Dinge zu unterscheiden. Die Sprache der Bedienoberfläche stellst du in deinen Kontoeinstellungen um, die bleibt unverändert nutzbar. Die Spracheinstellung als Targeting-Kriterium für Suchkampagnen dagegen fällt ab Ende September 2026 weg und wird durch automatisches Matching über die Anzeigensprache ersetzt.
Betrifft das Smart-Bidding-Update auch Kampagnen ohne Ziel?
Nein. Die Änderung vom 17. August betrifft nur zielbasierte Strategien, also Ziel-CPA und Ziel-ROAS, in budget-limitierten Kampagnen. Wer ohne explizites Ziel fährt, etwa mit Conversions maximieren ohne Ziel-CPA, steuert weiterhin über das Budget.
Wann werden meine dynamischen Suchanzeigen migriert?
Die automatische Migration der verbliebenen DSA-Kampagnen zu AI Max beginnt im Februar 2027. Bis dahin kannst du selbst kontrolliert umstellen, was in der Regel die bessere Wahl ist, als die Umstellung Google zu überlassen.
Kurz gesagt
2026 ist kein Jahr für Panik, aber eines für bewusste Kontrolle. Prüfe deine Ziele, halte deine Anzeigen und Landingpages sauber in der Zielsprache und stelle deinen DSA-Bestand rechtzeitig um. Wenn du unsicher bist, welche dieser Änderungen dein Konto wirklich treffen, oder du die Prüfung nicht selbst machen willst: Buch dir ein kostenloses Erstgespräch. Wir klären dort, wo dein Konto steht und ob sich eine tiefere Prüfung lohnt.
Google Ads Projekt- & Setup-Spezialist. Ehemaliger Mitarbeiter im Namen von Google. Hilft KMU und Arztpraxen im DACH-Raum, messbar und profitabel zu werben.
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